Verzichen auf ... das Smartphone

Mein Iphone X - das Tor zur Außenwelt. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das Gerät die Tür verschließt oder weiter denn je öffnet.
Mein Iphone X - das Tor zur Außenwelt. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das Gerät die Tür verschließt oder weiter denn je öffnet.

Mein Iphone. Früher hatte ich einmal gesagt, ich bräuchte kein Apple. Dann orientierte ich mich beruflich neu, bekam ein Firmenhandy und verliebte mich ziemlich rasch in das US-amerikanische Fabrikat. Das Iphone X wurde schnell integraler Bestandteil meines privaten sowie beruflichen Alltags. 

 

Ich nutze das Handy für Fotos, Sprachaufnahmen für Interviews und zum telefonieren. Vor allem aber für soziale Medien, insbesondere Whats-App. Whats-App, so schien es mir, hatte zuletzt großen Anteil meines sozialen Lebens. Neben den Gruppenchats, die wohl jeder kennt, führte ich viele "Gespräche" über den Messenger. Immer aktuell, immer erreichbar, immer auf dem Laufenden. Immer mehr wurde das Smartphone zur inoffiziellen Schaltzentrale meines Lebens. 

 

Ein Beispiel: Ich sitze auf dem Sofa, bei meinen Eltern. Klar, der Fernseher läuft. Aber was tue ich? Ich schaue auf mein Smartphone in Erwartung der nächsten Nachricht. Ist es das wert? Ich wünsche mir auf der einen Seite mehr direkten Kontakt zu Menschen, auf der anderen Seite verhindert das Smartphone eben diesen. Wie paradox diese Welt geworden ist ... Kurz um: ES REICHT!!! Eine Auszeit ist mehr als dringend nötig. Ich brauche Zeit für mich, Zeit zum Nachdenken und das alles ohne das Vibrieren in meiner Hosentasche. 

 

Was tue ich? Ich habe mir ein Ersatz-Handy gekauft. Ein Gerät der Marke Wiko aus einem blau-weißen Lebensmittel-Discounter samt einer neuen SIM-Card. Ja, auch das neue Gerät verdient zweifelsohne die Bezeichnung Smartphone. Aber ich verbinde es nicht mit dem Internet, installiere keine Programme oder Updates. Einzig meine Rufnummer ist auf das Handy weitergeleitet. Beruflich benötige ich das Iphone. Denn schlussendlich hat es mir mein Arbeitgeber zur Verfügung gestellt und kann erwarten, dass ich es zu dienstlichen Zwecke benutze. Das heißt also natürlich, dass mich berufliche Kontakte erreichen können, auf dem üblichen Weg. Aber nach Feierabend - da bleibt das Handy aus. 

 

Wer mich kontaktieren möchte, hat also verschiedene Möglichkeiten: Facebook, E-Mail, über das Kontaktformular dieser Homepage oder - was mir am liebsten ist - mit einem kurzen Anruf. 

 

Ich vermute, dass mich diese Zeit sortieren lässt. Menschen, denen ich wirklich wichtig bin, werden mich erreichen. Außerdem vermute ich, dass ich in einige Gruppen nicht mehr eingeladen werden könnte. Ich bin gespannt, wie die Zeit ohne Smartphone funktioniert. 

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